39,90 (OmU)!

Do 28.8.-Mi 3.9., 22:00 [S1]

99 francs. F 2007. 104 Min.

R: Jan Kounen. B: Bruno Lavaine. M: Jean-Jacques Hertz.

D: Dean Durjadin, Jocelyn Quivrin, Patrick Mille, Vahina Giocante, Elisa Tovati u.a.

Was kostet die Welt? Vor allem dann, wenn man wie der Werbefachmann Octave ohnehin alles hat: die schnellsten Autos, die schönsten Frauen, die besten Ideen, die tollsten Impulse, die Taschen voll Koks und Kohle. Seine Lebensformel „me-myself-and I“ scheint prächtig zu funktionieren – bis zum finalen Rettungssprung. Davor reift in Octave die Einsicht: „Alles ist käuflich: Die Liebe, die Kunst, der Planet Erde, Sie, ich. Vor allem ich. Der Mensch ist ein Produkt wie jedes andere, mit einem Verfallsdatum. ...“ Aber zurück zum Anfang: So lautet die Gleichung der Gegenwart nicht nur: Sein = Käuflich Sein; sondern zuerst muß das Sein für sich Werbung und von sich reden machen. Der Franzose Frédéric Beigbeder hat mit seinem Reportageroman „99 Francs“ diese alte Einsicht aus dem Innern der Werbe-Welt bis hin zur Insel der Aussteiger formuliert und hat damit in zweifacher Hinsicht abgerechnet. Das Buch wurde ein Bestseller.

Die Kinoadaption von Regisseur Jan Kounen („Dobermann“, „Blueberry und der Fluch der Dämonen“) heißt „39,90 (Neununddreißigneunzig)“. Die aberwitzige, furios inszenierte Satire eröffnet einen ebenso erschreckend realen wie absurd komischen Blick auf den Zynismus der Werbewelt. Gleichzeitig ist der Film aber auch das Psychogramm eines Mannes, der zum Opfer seiner selbst geschaffenen Welt wird. Einer verlogenen, irrealen Welt, in der letztlich alles käuflich ist!

>>Trailer

aktuell im Programm:

Samstag, 22. 11. 2008
17:30Let's make money!Saal 2
18:00Waltz with BashirSaal 1
19:30Neulich in BelgienSaal 2
20:00Die Stadt der BlindenSaal 1
21:30Let's make money!Saal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1
Sonntag, 23. 11. 2008
17:30Let's make money!Saal 2
18:00Waltz with BashirSaal 1
19:30Neulich in BelgienSaal 2
20:00Die Stadt der BlindenSaal 1
21:30Let's make money!Saal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1
Montag, 24. 11. 2008
17:30Neulich in BelgienSaal 2
18:00Die Stadt der BlindenSaal 1
19:30Let's make money!Saal 2
20:00Waltz with BashirSaal 1
21:30Neulich in BelgienSaal 2
22:00Die Stadt der BlindenSaal 1
Dienstag, 25. 11. 2008
17:00Der Prozeß der Jeanne d'ArcSaal 2
18:00Die Stadt der BlindenSaal 1
19:30Let's make money!Saal 2
20:00Waltz with BashirSaal 1
21:30Neulich in BelgienSaal 2
22:00Die Stadt der BlindenSaal 1
Mittwoch, 26. 11. 2008
17:30Neulich in BelgienSaal 2
18:00Die Stadt der BlindenSaal 1
19:30Let's make money!Saal 2
20:00Waltz with BashirSaal 1
21:30Neulich in BelgienSaal 2
22:00Die Stadt der BlindenSaal 1
Donnerstag, 27. 11. 2008
17:45Neulich in BelgienSaal 2
18:00Paris, ParisSaal 1
19:30Neulich in BelgienSaal 2
20:00Paris, ParisSaal 1
21:15RumbaSaal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1
Freitag, 28. 11. 2008
17:45Neulich in BelgienSaal 2
18:00Paris, ParisSaal 1
19:30Neulich in BelgienSaal 2
20:00Paris, ParisSaal 1
21:15RumbaSaal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1
Samstag, 29. 11. 2008
17:45Neulich in BelgienSaal 2
18:00Paris, ParisSaal 1
19:30Heinz und FredSaal 2
20:00Paris, ParisSaal 1
21:15RumbaSaal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1
Sonntag, 30. 11. 2008
17:45Neulich in BelgienSaal 2
18:00Paris, ParisSaal 1
19:30Heinz und FredSaal 2
20:00Paris, ParisSaal 1
21:15RumbaSaal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1
Montag, 01. 12. 2008
17:45Neulich in BelgienSaal 2
18:00Paris, ParisSaal 1
19:30RumbaSaal 2
20:00Paris, ParisSaal 1
21:15Heinz und FredSaal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1
Dienstag, 02. 12. 2008
17:00Die Passion der Johanna von OrleanSaal 2
18:00Paris, ParisSaal 1
19:30RumbaSaal 2
20:00Paris, ParisSaal 1
21:15Heinz und FredSaal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1
Mittwoch, 03. 12. 2008
17:45Neulich in BelgienSaal 2
18:00Paris, ParisSaal 1
19:30RumbaSaal 2
20:00Paris, ParisSaal 1
21:15Heinz und FredSaal 2
22:00Waltz with BashirSaal 1

demnächst:

Vicky Cristina Barcelona

Burn after reading (OmU)

Woody Allen zum Bundesstart ab dem 04. Dez. im Lichthaus!

Joel & Ethan Coen

USA 2008. 96 Min.

R,B: Woody Allen. K: Javier Aguirresarobe.

D: Scarlett Johansson, Penélope Cruz, Javier Bardem, Rebecca Hall, Kevin Dunn, Patricia Clarkson u.a.

USA 2008. 95 Min.

R,B,S: Joel Coen, Ethan Coen. K: Emmanuel Lubezki. M: Carter Burwell.

D: Brad Pitt, George Clooney, John Malkovich, Frances McDormand, Tilda Swinton, Richard Jenkins, Lenny Venito, J.K. Simmons u.a.

Woody Allens Europa-Drehtour geht weiter: Nach drei London-Filmen hat es ihn für „Vicky Cristina Barcelona“ nun nach Spanien verschlagen. Mit einer aufregenden Besetzung erzählt er von den amourösen Verwicklungen zweier Barcelona-Touristinnen (Scarlett Johansson und Rebecca Hall) mit einem spanischen Maler (Javier Bardem) und dessen Ex-Frau (eine impulsiv charmante Naturgewalt: Penélope Cruz). Mit durchweg Postkarten-tauglichen, bis ins Klischee übertriebenen Mittelmeer-Impressionen wird der Film dabei zur leichtfüßig amüsanten Fantasie um die bekannten Fragen der Liebe, die so sommerlich perlend, verschmitzt und direkt bei Allen nie zuvor gestellt wurden.

Nach der pechschwarzen Existenzialismusparabel No Country for Old Men sind die Coens nur scheinbar zurück auf altem Komödienterrain. Sicher, ihre Figuren heißen wieder Linda Litzke und Ted Treffon und Krapotkin, sie tragen Kleidung, die in ihrer Uniformität lächerlich wirkt, sie schlürfen mit den Strohhalmen beim Konsumieren von Kaltgetränken, und sie haben sich mal wieder die zielstrebig hirnrissigsten Methoden ausgesucht, um zu Reichtum, Glück und Schönheit zu finden. Namentlich versuchen sie sich mal wieder im ohnehin nicht sehr erfolgversprechenden Spiel der Erpressung, das nur noch komplizierter wird, wenn man über die taktische Finesse einer Steinlaus verfügt. Dieses Knallchargentum, dargeboten mit unbestechlichem Timing von Clooney, McDormand und vor allem Pitt, macht Burn After Reading zum lustigsten Coen-Film seit The Big Lebowski.

Aber die Brüder haben sich auch eine dunkle Seite bewahrt: Ihre Protagonisten waren schon immer mit einer solch begnadeten Inkompetenz gesegnet, daß ihre völlig vermasselten kriminellen Aktionen nicht einmal mehr in der Grundabsicht erkennbar waren und somit eher zur allgemeinen Verwirrung als zu konkretem Schaden führten. Dies aber ist das perfekte Rezept für eine endlose Eskalation: Alle wissen, daß irgendwas los ist, aber keiner kapiert, was. Und nachdem alle vom Schlimmsten ausgehen und entsprechend reagieren, kommt es zu haarsträubenden Konflikten und grotesk überzogener Gewaltanwendung...

Englischer Originaltrailer