D: Rinko Kikuchi, Sergi López, Min Tanaka, Manabu Oshio, Takeo Nakahara, Hideo Sakaki, Jun Matsuo, Joan Potau u.a.
Eine junge Frau scheidet freiwillig aus dem Leben. Die Liebe, die sie in sich trug, wurde nicht in dem Maße erwidert, wie sie es sich erhoffte. Ihr Vater leidet unter dem Verlust der Tochter und übt sich in Schuldzuweisungen gegenüber deren Geliebten, David. Für irdische Gerechtigkeit soll die Auftragskillerin Ryu sorgen. Doch statt ihr Ziel zu eliminieren, kann sie nicht widerstehen, es zu verführen. So entspinnt sich zwischen den beiden eine Amour fou, die – sowohl aufrichtig als auch uneindeutig – schon mit ihrem Beginn auf ihr Ende zusteuert.
Längst gilt sie als Spezialistin für elegante Melodramen: Die spanische Regisseurin Isabel Coixet ("Elegy", "Mein Leben ohne mich"). Mit ihrer neuen ungewöhnlichen Noir-Romanze „Eine Karte der Klänge von Tokio“, in der eine japanische Fischmarktverkäuferin aus Tokio ein Doppelleben als Auftragskillerin führt und sich prompt leidenschaftlich in ihr Opfer verliebt, wird die Katalanin erneut ihrem Ruf gerecht. Auch dieses Mal brilliert die Film-Poetin mit ihren ästhetischen Bildern und ihrem untrüglichen Gespür für Atmosphäre und Stimmungen.