Die 20jährige Marisa (Alina Levshin) verteufelt ihr Leben. Gerade wurde ihr Freund zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und Marisa haßt alles und jeden. Halt findet sie nur in der rechtsextremen Gruppe, der sie aus vollem Herzen angehört. Als eines Tages Svenja (Jella Haase) in der Gruppe auftaucht, sieht Marisa ihre Felle davon schwimmen, denn die Neue haut ordentlich auf den Putz. Als Marisa dann auch noch mit zwei jungen Asylbewerben aneinander gerät, verliert sie völlig die Kontrolle über ihr Tun. Doch je weiter Svenja in die rechtsextreme Szene hinein rutscht, desto mehr gerät Marisas Weltanschauung ins Wanken. Mit seinem Spielfilmdebüt „Kriegerin“ hat Regisseur David Wnendt, Absolvent der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg, gleich ein heißes Eisen angefaßt: Neo-Nazis in der ostdeutschen Provinz, martialische Gewalt und eine junge Frau, die tief im braunen Sumpf steckt, obwohl sie sich der Sinnlosigkeit ihres Tuns eigentlich bewußt ist. Wnendt, der auch das Drehbuch für den provokanten Film schrieb, hat für seine hart-realistische Handlung einen semi-dokumentarischen Stil gewählt und gleich den „Förderpreis Deutscher Film - Drehbuch“ bekommen.