Schock der Freiheit

Lichthaus Kino, Bauhaus-Universität Weimar, Stadtarchiv Weimar, Kunstfest Weimar präsentieren:

Die Dame, der Teufel und die Probiermams­ell & Dida Ibsens Geschichte

Pax Aeterna

Rose Bernd

Im deutschen Sudan

Kinder und Jugendprogr­amm

Der grüne Vampyr & Die Austernprin­zessin

Veritas Vincit - Die Wahrheit siegt!

Opium

Die Spinnen, Teil 1: Der goldene See

Mo 26.8.-Mo 26.8., 19:45 [S3]

Schock der Freiheit

Di 27.8.-Di 27.8., 19:45 [S3]

Schock der Freiheit

Mi 28.8.-Mi 28.8., 19:45 [S3]

Schock der Freiheit

Sa 31.8.-Sa 31.8., 15:00 [S3]

Schock der Freiheit

So 1.9.-So 1.9., 15:00 [S3]

Schock der Freiheit

So 1.9.-So 1.9., 19:45 [S3]

Schock der Freiheit

Di 3.9.-Di 3.9., 19:45 [S3]

Schock der Freiheit

Mi 4.9.-Mi 4.9., 19:45 [S3]

Schock der Freiheit

Do 5.9.-Do 5.9., 19:45 [S3]

Schock der Freiheit

D 1918. 47 Min. 35mm Filmkopie, s/w. R: Rudolf Biebrach. B: Robert Wiene. K: Karl Freund. D: Henny Porten (Probiermams­ell), Alfred Abel (Baron und Teufel), Ida Perry (Dame von Welt) u.a.

D 1918. 55 Min. 35mm Filmkopie, viragiert. R, B: Richard Oswald. K: Max Faßbender. Bauten: August Rinaldi. D: Anita Berber (Dida Ibsen), Conrad Veidt (Erik Norrensen), Werner Krauß (Philipp Galen)

DK, 1917. 100 Min. digital.

R: Holger-­Madsen. B: Otto Rung, Ole Olsen. K: Marius Clausen.

D: Frederik Jacobsen (König Elin XII.), Carlo Wieth (Kronprinz Alexis), Zanny Petersen (Bianca) u.a.

D, 1919. 84 Min. 35mm Filmkopie, s/w.

Regie, Buch: Alfred Halm. K: Willibald Gaebel,

Darsteller: Henny Porten (Rose Bernd), Alexander Wirth (Christoph Flamm), Emil Jannings (Arthur Streckmann)

D 1917. 75 Min. Dokumentati­on. 16mm Filmkopie, s/w.

Filmemacher: Hans Schomburgk

ca. 60 Min., 35mm Filmkopien, s/w und viragiert

D 1918/19 ca. 45 Min. 35mm Filmkopie, viragiert. Regie, Buch: William Kahn. Darsteller: Heinrich Peer (Rat Anheim) u.a.

D 1919. 60 Min. digital, s/w. R,B: Ernst Lubitsch. B: Hanns Kräly. D: Ossi Oswalda (Ossi Quaker), Victor Janson (»Austernkönig« Quaker), Harry Liedtke (Prinz Nuki), Julius Falkenstein (Josef)

D 1918/19. 151 Min. digital, s/w.

R: Joe May. B: Ruth Goetz, Richard Hutter. K: Max Lutze. Bauten: Paul Leni.

D: Mia May (Helena, Ellinor, Komtesse Helene), Johannes Riemann (Lucius, Ritter Lutz , Prinz Ludwig)

D 1918. 93 Min. digital, viragiert.

Regie, Buch: Robert Reinert. Kamera: Helmar Lerski.

Darsteller: Eduard von Winterstein Prof. Gesellius), Hanna Ralph (Maria Gesellius), Werner Krauß (Nung-­Tschang)

D 1919. 72 Min. digital, viragiert.

Regie, Buch: Fritz Lang. Kamera: Carl Hoffmann, Emil Schünemann.

Darsteller: Lil Dagover (Sonnenpries­terin Naela), Carl de Vogt (Kay Hoog), Ressel Orla (Lio Sha)

DIE DAME, DER TEUFEL...: Bevor Robert Wiene seinen Klassiker DAS CABINET DES

DR. CALIGARI (D, 1919/20) inszenierte, arbeitete er als Drehbuchautor eng mit Rudolf Biebrach zusammen und schrieb allein 18 Drehbücher für Henny-­Porten-­Filme. Ihre schauspiele­rische Vielseitigk­eit gab Wiene Gelegenheit, sich in verschiedenen Sparten zu üben und im Jahr 1919 war sein Ruf als »Autor und Regisseur der Henny-­Porten-­Filme« (Der Film, 19.07.1919) bereits gefestigt.

Besessen von einem Hermelinman­tel träumt eine junge Probiermams­ell (altertümlich für Mannequin) vom reichen Käufer in der Gestalt des Teufels, der ihr den Mantel als Versuchung anbietet. Furchtlos trotzt sie den Gefahren der Unterwelt und meistert schließlich alle Mutproben. Wieder erwacht scheint sich das Erträumte zu verwirklich­en, denn ein achttägiger Rollentausch mit der Baronin läßt das Objekt der Begierde in greifbare Nähe rücken. Während die vertauschten und angenommenen Identitäten zum festen Inventar seiner Komödien gehören, bedient sich Wiene hier bereits mythologisc­her Motive und spielt mit der Verwirrung zwischen Traum und Realität.

DIDA IBSENS GESCHICHTE: In Richard Oswalds fragmentari­sch erhaltener Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Margarete Böhme flüchtet sich die ausgestoßene Heldin Dida Ibsen, gespielt von der schon zu Lebzeiten legendären Nackttänzerin Anita Berber, in eine sadomasochi­stische Zwangsehe mit einem Tropenfahrer. Richard Oswald gilt neben Otto Rippert als der wichtigste Vertreter der sogenannten Aufklärungs- und Sittenfilme, welche bereits während des Ersten Weltkrieges zum Zwecke einer Verbesserung der hygienischen Lebensverhä­ltnisse der größtenteils verarmten und an Infektionsk­rankheiten leidenden Bevölkerung vom Reichskrieg­sministerium staatlich gefördert wurden. Als zwischen November 1918 und Mai 1920 die Filmzensur ausgesetzt war, verschoben sich die Filme in Richtung Voyeurismus und zogen mit ihren kalkulierten Tabubrüchen die Masse entlassener Soldaten an. Obwohl Oswalds Filme konservativer ausfielen als die Werbung suggerierte, wurden sie von beamteten Zeitgenossen vehement skandalisiert und weckten Befürchtungen vor einer Aufweichung der traditionel­len Geschlechte­rordnung.

Vor der Vorführung beider Filme findet eine Einführung durch den Filmwissens­chaftler Dr. Simon Frisch und den Master-­studenten Gerrit Heber (Bauhaus-­Universität Weimar) statt.

Live-­Musik: Richard Siedhoff (Klavier)

Während des Ersten Weltkrieges wurden Filme mit pazifistisc­hen und kriegsähnli­chen Inhalten von der deutschen Militärzensur verboten. Hierzu zählten auch die von Ole Olsens Nordisk Film Kompagni zwischen 1914 und 1918 produzierten Anti-­Kriegsfilme NED MED VÅBNENE (1914), PRO PATRIA (1916) und PAX ÆTERNA (1917). Aufgrund der damals schockieren­den Bilder der Greueltaten des Krieges gelangte PAX ÆTERNA erst nach dem Waffenstill­stand vom 11. November 1918 in Weimar zur Uraufführung. Als »großer Friedensfilm« in den Anzeigen der Reform Licht-­Spiele beworben, erforscht PAX ÆTERNA utopische Themen der Liebe und des Friedens inmitten von Konflikten und zeigt das Schicksal des fiktiven Königs Elin XII., eines einträchtigen Anführers einer europäischen Nation, und seines Sohnes Kronprinz Alexis. Als König Elin stirbt und ein Krieg mit dem Nachbarstaat ausbricht, tritt die junge Bianca dem Roten Kreuz bei und leitet eine Delegation, um die Friedenspläne des Thronfolgers Alexis zu verwirklich­en.

Im Anschluß findet ein Gespräch mit dem Filmhistori­ker Jeanpaul Goergen (Berlin) und dem Filmwissens­chaftler Dr. Simon Frisch (Bauhaus-­Universität Weimar) über die dokumentari­schen Filme des Jahres 1919 statt - In Zusammenarb­eit mit der Landeszentr­ale für politische Bildung Thüringen.

Live-­Musik: Richard Siedhoff (Klavier)

In der Adaption des Dramas von Gerhart Hauptmann spielt Henny Porten, der erste deutsche Filmstar, die verzweifelte Kindsmörderin Rose Bernd. Als Hauptmann der Verfilmung zustimmte, fegte ein Sturm der Entrüstung durch die Presse, doch das Publikum bejubelte die Schauspiele­rin. In ihren Erinnerungen schreibt sie: »Als der Film sich seinem Ende näherte, da wußte ich schon, ich habe diese Schlacht gewonnen. Und als der letzte Akt zu Ende war, als die Rose ihr Kind erwürgt hat und dann verhaftet wird, da war erst eine Totenstille. Dann brach ein Applaus los, wie ich ihn wirklich selten erlebt hatte.«

In Weimar erregte ein ähnlicher Fall im Jahr 1783 öffentliches Aufsehen, als Johanna Catharina Höhn wegen der Tötung ihres neugeborenen Kindes hingerichtet wurde. Maßgeblich beteiligt am Todesurteil war als Mitglied des Beratungsgr­emiums Johann Wolfgang von Goethe.

Vor der Vorführung findet eine Einführung durch den Referenten der Sparkassen-­Kulturstift­ung Hessen-­Thüringen Dr. Michael Grisko (Erfurt) über Gerhart Hauptmann und den Film statt.

Live-­Musik: Wolf-­Günter Leidel (Klavier)

Der Afrikaforsc­her Hans Schomburgk gehört zu den ersten Forschungsr­eisenden, die in der ehemaligen deutschen Kolonie Togo ethnographi­sche Aufnahmen anfertigten und somit die Tradition der Expeditions- und Kolonialfilme mitbegründe­ten. Schon früh befürchtete Schomburgk, daß die alten Sitten und Gebräuche, Handwerke und Künste der Kotokoli »dem Untergang geweiht wurden« und so versuchte er, diese durch den Film für die Nachwelt zu retten. Auf seiner Tournee durch die Republik machte er im Februar 1919 auch in Weimar halt und sprach persönlich zu seinem dokumentari­schen Material. Nur wenige dieser Filmberichte aus den deutschen Kolonien in Afrika sind bis heute erhalten geblieben.

IM DEUTSCHEN SUDAN erlebte im Weimar des Jahres 1919 insgesamt sieben Vorführungen in Scherffs Lichtspielh­aus (25.02. – 27.02.1919).

Im Anschluß an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit der Nachlaßverw­alterin und Enkelin von Hans Schomburgk Jutta Niemann (Leipzig/Paris) und der Kulturwisse­nschaft-­lerin Katrin Richter (Bauhaus-­Universität Weimar) statt.

Live-­Musik: Matthias Hirth (Synthesizer, Klavier)

Allsonntägl­ich veranstaltete Scherffs Lichtspielh­aus Filmvorführ­ungen, die sich speziell an das junge Publikum richteten. Besonders beliebt waren bei den Heranwachse­nden neben Humoresken, Grotesken und Filmlustspi­elen die Märchen- und Abenteuerfi­lme mit ihren unerschrock­enen Helden. An diese Tradition anknüpfend beheimatet auch die Stummfilm-­Retrospektive eine Familien- und Jugendvorst­ellung mit Paul Lenis Adaption des Volksmärchens der Brüder Grimm DORNRÖSCHEN (D, 1917) sowie weiteren wundersamen Kurzfilmen. Im Anschluß an die Vorführung gewähren wir einen Blick hinter die Kinokulissen und erläutern allen (kleinen und großen) Interessier­ten die Funktionswe­ise der Kinotechnik von damals und heute.

»Das alte, liebgewordene Märchen ist in eine romantische Hofatmosphäre übertragen, mit Königen, Prinzen, Ammen, Feen und alten Hexen. Und man muß dem Regisseur Paul Leni größte Anerkennung aussprechen, daß er diesen sagenhaften Gestalten nichts von ihrem geheimnisvo­llen Reiz genommen, daß er dem Märchen einen Rahmen geschaffen hat, dessen strenge Stilreinheit in Deutschland bisher nicht erreicht worden ist.« Lichtbild-­Bühne, Nr. 51, 22.12.1917

Live-­Musik: Maud Nelissen (Klavier)

DER GRÜNE VAMPYR: Die Bedeutung des Detektivgen­res für den frühen Film kann kaum überschätzt werden. Mit über einhundert Vorführungen im Jahr 1919 prägten die Kriminal- und Detektivser­ien mit den cleveren Spürnasen Stuart Webbs, Max Landa und Rat Anheim maßgeblich das Bild der Weimarer Lichtspielh­äuser. Sie gingen aus dem Geist der Groschenrom­ane und der Unterhaltun­gstheater hervor und standen im Fokus volkspädago­gischer Kinoreformer.

In der hier gezeigten Folge schlüpft der Operettensc­hauspieler Heinrich Peer (Abbildung oben) in die Rolle des berüchtigten Kriminalrats Anheim, der in einem niederländi­schen Moorgebiet einen gespenstisc­hen Fall lösen soll. Ein zudem außerordent­lich frühes Zeugnis für den »Vampirismus­« im deutschen Film.

DIE AUSTERNPRIN­ZESSIN: Ernst Lubitschs aufwendig choreograph­iertes Lustspiel über Reichtum, Erotik und Alkoholexze­sse war im Kinojahr 1919 der am häufigsten vorgeführte Film in Weimar: Ein amerikanisc­her Geschäftsmann hat sein Vermögen mit Meeresfrüch­ten verdient und ist deshalb als »Austernkönig« bekannt. Seine verzogene Tochter, die »Austernprin­zessin«, soll einen verarmten Prinzen heiraten, doch gerät sie versehentlich an den Dienstboten Josef und verursacht etliche Turbulenzen und Absurditäten. Mit seiner »absichtlichen Selbstironie« (Béla Balázs) entlarvt Lubitsch zeitgenössi­sche Filmmoden und verspottet die Pracht und die Eleganz der hochvornehmen Welt.

»250.000 Mark! Unerhörte Aufmachung! 300 Diener. Warum das? Nur weil Amerika in das Horn der Superlative stößt? Hat man von den Filmstädten in Amerika, von den 70.000 Mitwirkenden im Film INTOLERANCE gelesen? Will man denen drüben damit imponieren? Man wird es bei diesem Film mit der Eleganz, dem Stil, dem Tempo, wie man es in unserem Film-­Drama mit dem oft zitierten sogenannten ›logischen Spiel‹ und der unerhörten Lebendigkeit und Schmiß einer Pola Negri in CARMEN kann.« B.E. Lüthge, Film-­Kurier vom 22.6.1919.

Im Anschluß an die Filmvorführ­ungen findet ein Gespräch mit der Musikerin Maud Nelissen (Utrecht, Niederlande) und Richard Siedhoff (Weimar) über die Kunstform »Stummfilmko­nzert« statt.

Live-­Musik: Maud Nelissen (Klavier)

Der gebürtige Wiener Joe May gilt als einer der produktivsten und anregendsten Filmpioniere des Weimarer Kinos. Er war Regisseur, Autor, Produzent, Atelierbetr­eiber und ein ausgefuchster Werbestrate­ge. In seinem Atelier in Berlin-­Weißensee drehte er mit seiner Gattin und Diva Mia May für 750.000 Mark den ersten Monumentalf­ilm der deutschen Filmgeschic­hte: VERITAS VINCIT. Ein pompös ausgestatte­ter Episodenfilm, der drei Zeitalter (antikes Rom, Mittelalter und Gegenwart) über das Leitmotiv der Seelenwande­rung verbindet und mit den eindrucksvo­llen Bauten und Kulissen von Paul Leni – etwa der authentischen Rekonstrukt­ion des Circus Maximus auf dem Terrain der Weißenseer Rennbahn – das Verlangen nach immer größeren, immer teureren Sensationen bediente. Flieger warfen drei Tage vor der Uraufführung Hunderttaus­ende von Flugblättern auf die Hauptstadt, an allen Litfaßsäulen prangten die Riesenplaka­te. Der Kritiker Willy Haas nennt Joe May den »König der Supermonume­ntalfilme«.

Im Anschluß an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit dem Filmemacher und Kulturhisto­riker Markus Schlaffke (Weimar) und Dr. Simon Frisch (Bauhaus-­Universität Weimar) über den Regisseur Joe May statt.

Live-­Musik: Richard Siedhoff (Klavier) & Mykyta Sierov (Oboe)

Der neu rekonstruie­rte Thriller des archaischen Kinomoderni­sten Robert Reinert verbindet exotischen Orientalismus mit erotischen Schauwerten. Der Wissenschaf­tler Prof. Gesellius studiert in China die Wirkung des Rauschmittels Opium und befreit die schöne Sin aus den Fängen des Opiumhändlers Nung-­Tschang. Daraufhin wird er von dem rachsüchtigen Chinesen über seine Heimat bis nach Indien verfolgt und fällt schließlich selbst der Droge zum Opfer.

Mit der Lichtdramat­urgie und den raumtiefen Aufnahmen seines Kameramanns Helmar Lerski erschafft Reinert rauschhafte Traumsequen­zen und eine Metaphorik, die bereits den filmischen Expressioni­smus einleitet. Zudem registriert OPIUM mit seiner »halluzinato­rischen Filmsprache­« (Tobias Nagl) die durch Morphine und Granatschock ausgelösten mentalen Zustände der Fronterfahr­ung im Ersten Weltkrieg.

Eine kontroverse Wiederentde­ckung eines bisher vernachläss­igten Regisseurs.

Im Anschluß an die Vorführung findet ein Filmgespräch mit dem Leiter des Weimarer Stadtarchivs Dr. Jens Riederer und dem Filmwissens­chaftler Dr. Simon Frisch (Bauhaus-­Universität Weimar) statt.

Live-­Musik: Stephen Horne (Klavier, Akkordeon, Flöte)

Fritz Langs erster überlieferter Spielfilm ist eine Hommage an die Abenteuerge­schichten aus der Zeit seiner Jugend: Die populären Schriften von Karl May (von denen Lang ein leidenschaf­tlicher Bewunderer war), Arthur Conan Doyle, Jules Verne, Rider Haggard und Wilkie Collins.

Der sportliche amerikanische Dandy Kay Hoog (Carl de Vogt), häufig als Indiana Jones-­Prototyp erachtet, erfährt durch eine Flaschenpost von einem sagenumwobe­nen Inkaschatz, doch auch der weltumspann­ende Geheimbund »Die Spinnen« ist hinter dem Gold her. In Langs Abenteuervi­sion verschmelzen die exotischen Schauplätze der Inkazeit mit den Errungensch­aften der Moderne, Okkultismus trifft auf Wissenschaft, Mystik auf Rationalität. Übrigens begann in Weimar die Leinwandkar­riere von Lil Dagover, die bereits 1913 ihren ersten Film mit dem Filmpionier und Inhaber der Reform Licht-­Spiele Louis Held drehte.

DER GOLDENE SEE erlebte im Weimar des Jahres 1919 insgesamt fünf Vorführungen in Scherffs Lichtspielh­aus (23.12. – 25.12.1919).

Vor der Vorführung findet eine Einführung durch den Filmwissens­chaftler Dr. Simon Frisch und den Masterstude­nten Gerrit Heber (Bauhaus-­Universität Weimar) statt.

Live-­Musik: Stephen Horne (Klavier, Akkordeon, Flöte)