R,B: Géla Babluani. K: Tariel Meliava. S: Didier Lozahic. P: Les Films de la Strada.
D: George Babluani, Aurélien Recoing, Pascal Bongard u.a.
Der junge Georgier Sebastien hält sich und seine Familie in Frankreich mühsam mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Als ihn der morphiumsüchtige Monsieur Godon damit beauftragt, das Dach seiner verfallenen Villa zu reparieren, belauscht Sebastien wie Godon über einen Brief spricht, der alle seine Geldprobleme beseitigen wird. Kurz nachdem der ominöse Brief eintrifft, stirbt Godon an einer Überdosis. Sebastien nimmt den Brief an sich und folgt den geheimnisvollen Anweisungen darin. Der Weg führt ihn in einen schwarz-weißen Albtraum in der Tradition Hitchcocks und des frühen Polanski.
Gela Babluanis Film gewann beim Sundance Film Festival und wurde als bestes Debüt in Venedig ausgezeichnet.
D: Oldrich Kaiser, Julia Jentsch, Ivan Barnev, Istvám Szabó u.a.
Jan Dite ist ein kleiner Mann, aber er hat große Pläne. Der tschechische Provinzkellner will Millionär werden. Mit voller Naivität schlittert das Stehauf-Männchen durch die tschechische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Er verliebt sich in die Sudetendeutsche Líza (Julia Jentsch). Deren fanatische Liebe zum Führer bringt ihn zuerst um seinen Job, nach Hitlers Einmarsch zu neuem Ruhm und nach dem Krieg zu Briefmarken im Wert von 15 Millionen. Als das kommunistische Regime an die Macht kommt will er dorthin, wo alle Millionäre ihr neues Zuhause gefunden haben: ins Gefängnis... Jiri Menzels Film basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Bohumil Hrabal, und erzählt charmant und unverblümt die Geschichte eines kleinen Mannes.