Rose Bernd

Mi 28.8.-Mi 28.8., 19:45 [S3]

Schock der Freiheit

D, 1919. 84 Min. 35mm Filmkopie, s/w.

Regie, Buch: Alfred Halm. K: Willibald Gaebel,

Darsteller: Henny Porten (Rose Bernd), Alexander Wirth (Christoph Flamm), Emil Jannings (Arthur Streckmann)

In der Adaption des Dramas von Gerhart Hauptmann spielt Henny Porten, der erste deutsche Filmstar, die verzweifelte Kindsmörderin Rose Bernd. Als Hauptmann der Verfilmung zustimmte, fegte ein Sturm der Entrüstung durch die Presse, doch das Publikum bejubelte die Schauspiele­rin. In ihren Erinnerungen schreibt sie: »Als der Film sich seinem Ende näherte, da wußte ich schon, ich habe diese Schlacht gewonnen. Und als der letzte Akt zu Ende war, als die Rose ihr Kind erwürgt hat und dann verhaftet wird, da war erst eine Totenstille. Dann brach ein Applaus los, wie ich ihn wirklich selten erlebt hatte.«

In Weimar erregte ein ähnlicher Fall im Jahr 1783 öffentliches Aufsehen, als Johanna Catharina Höhn wegen der Tötung ihres neugeborenen Kindes hingerichtet wurde. Maßgeblich beteiligt am Todesurteil war als Mitglied des Beratungsgr­emiums Johann Wolfgang von Goethe.

Vor der Vorführung findet eine Einführung durch den Referenten der Sparkassen-­Kulturstift­ung Hessen-­Thüringen Dr. Michael Grisko (Erfurt) über Gerhart Hauptmann und den Film statt.

Live-­Musik: Wolf-­Günter Leidel (Klavier)

aktuell im Programm:

Mittwoch, 23. 10. 2019
17:00Nurejew - The White CrowSaal 1
17:10Der Glanz der UnsichtbarenSaal 2
17:20Joker (OmU)Saal 3
19:00ParasiteSaal 2
19:15DeutschstundeSaal 1
20:00Immer und ewigSaal 3
21:20Joker (OmU)Saal 2
21:30MidsommarSaal 1
22:00M. C. Escher - Reise in die UnendlichkeitSaal 3
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