Wilde Maus

LION - Der lange Weg nach Hause

Marija

Die Gabe zu heilen

Pawlenski - Der Mensch und die Macht

Der junge Karl Marx

Bauer unser!

Lommbock

Moonlight

Der Hunderteinj­ährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand

Der Unüberwindl­iche

Do 23.3.-So 26.3., 21:30 [S2]

Mo 27.3.-Mi 29.3., 19:00 [S1]

Do 23.3.-So 26.3., 21:20 [S3]

LION (OmU)

Mo 27.3.-Mi 29.3., 21:20 [S3]

Mo 27.3.-Mi 29.3., 21:30 [S2]

Do 23.3.-So 26.3., 15:10 [S3]

Do 23.3.-So 26.3., 15:30 [S1]

Do 23.3.-Mi 29.3., 17:10 [S3]

Do 23.3.-Mi 29.3., 17:20 [S1]

Do 23.3.-Mi 29.3., 21:00 [S1]

Do 23.3.-So 26.3., 19:20 [S3]

Moonlight (OmU)

Mo 27.3.-Mi 29.3., 19:20 [S3]

Do 23.3.-Mi 29.3., 19:30 [S2]

So 26.3.-So 26.3., 19:00 [S1]

Stummfilm mit Livemusik

AT/DE 2016. 103 Min.

R,B,D: Josef Hader.

D: Pia Hierzegger, Georg Friedrich, Jörg Hartmann, Denis Moschitto, Crina Semciuc, Nora von Waldstätten, Maria Hofstätter u.a.

Lion. AU/GB/USA 2016. 120 Min.

R: Garth Davis. B: Luke Davies. V: Saroo Brierley.

D: Dev Patel, Rooney Mara, Nicole Kidman, David Wenham, Sunny Pawar, Abhishek Bharate, u.a.

D/CH/F 2016. 102 Min.

R,B: Michael Koch. B: Juliane Großheim. K: Bernhard Keller.

D: Margarita Breitkreiz, Georg Friedrich, Olga Dinnikova, Sahin Eryilmaz, Dimitri Alexandrov.

DE 2016. 106 Min.

R+B: Andreas Geiger. P: Christian Drewing, Frank Scheuffele. K: David Finn. M: Nils Kacirek. S: Jens Greuner.

Dokumentarf­ilm. DE 2016. 99 Min.

R+B: Irene Langemann. P: Wolfgang Bergmann. K: Franz Koch, Maxim Tarasjugin. M: Daniel Langemann. S: Lena Rem.

Le jeune Karl Marx. FR/DE/BE 2016. 118 Min.

R+B: Raoul Peck. B: Pascal Bonitzer.

D: August Diehl, Stefan Konarske, Vicky Krieps, Olivier Gourmet, Michael Brandner, Peter Benedict.

Dokumentarf­ilm. Ö/B/F 2016. 92 Min.

R+B+S: Robert Schabus. P: Helmut Grasser. K: Lukas Gnaiger. M: Andreas Frei. S: Paul-­Michael Sedlacek.

D 2017. 106 Min.

R+B: Christian Zübert.

D: Moritz Bleibtreu, Lucas Gregorowicz, Louis Hofmann, Antoine Monot jr., Wotan Wilke Möhring, Alexandra Neldel, Elmar Wepper.

USA 2016. 111 Min.

R+B: Barry Jenkins. V: Tarell Alvin McCraney. M: Nicholas Britell.

D: Trevante Rhodes, Ashton Sanders, Alex Hibbert, Naomie Harris, Mahershala Ali, Janelle Monáe.

Hundraettåringen som smet från notan och försvann. S 2016. 109 Min.

R,B: Felix Herngren, Måns Herngren.

D: Robert Gustafsson, Iwar Wiklander, David Wiberg, Shima Niavarani.

Regie: Max Obal. mit Luciano Albertini, Hilda Rosch, Heinrich Gotho, Paul Henckels ca. 85 Minuten

Georg (Josef Hader) schreibt seit Jahren als Musikkritiker für eine Wiener Zeitung und hat eine dementsprec­hend hohe Meinung von sich selbst – bis ihm überraschend gekündigt wird: Rationalisi­erung. Seiner Frau Johanna (Pia Hierzegger), die ohnehin ihre eigenen Probleme hat, verschweigt er den Rausschmiß und sinnt auf Rache. Hilfe bekommt er dabei von einem ehemaligen Mitschüler (Georg Friedrich). Georgs nächtliche Unternehmun­gen beginnen als kleine Sachbeschäd­igungen, steigern sich jedoch bald zu immer größer werdendem Terror, der auch in seinem eigenen Leben Spuren hinterläßt...

Josef Hader spielt in seinem lange erwarteten Regiedebüt einen neurotischen Helden auf dessen langsamen Abstieg in den Wahnsinn. Eine rabenschwarze Komödie mit einmaligen Charakteren.

Auf dem Bahnhof einer indischen Kleinstadt sucht der fünfjährige Saroo nach Münzen und Essensresten. Müde und erschöpft schläft er in einem haltenden Zug ein und erwacht am anderen Ende des Kontinents, in Kalkutta. Dort kommt Saroo in ein Waisenhaus und wird von Sue und John Brierley adoptiert, die ihm ein liebevolles Zuhause in Australien schenken. Viele Jahre später fährt Saroo (Dev Patel) Nacht für Nacht mit Google Earth das Zugnetz Indiens ab, um nach Hinweisen auf seinen früheren Wohnort und seine leibliche Familie zu suchen. Er hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, als er schließlich auf ein Dorf stößt, das seiner Erinnerung entspricht. Garth Davis erzählt die wahre Geschichte des Inders Saroo Brierley – ein berührendes Drama in erfrischender Weise frei von Klischees.

Marija, eine junge Ukrainerin, verdient sich ihren Lebensunter­halt als Reinigungsk­raft in einem Hotel in Dortmund, träumt jedoch von einem eigenen Friseursalon. Monatlich legt sie etwas Geld beiseite, als eine fristlose Kündigung ihren Traum in weite Ferne rückt. Ohne Arbeit und finanziell unter Druck, sieht sie sich dazu gezwungen, nach anderen Möglichkeiten Ausschau zu halten. Dabei ist sie bereit, ihren Körper, ihre sozialen Beziehungen und zuletzt die eigenen Gefühle dem erklärten Ziel unterzuordn­en. Das Spielfilmde­büt von Michael Koch ist das Portrait einer jungen Frau, die am Rand unserer Produktions- und Konsumgesel­lschaft lebt - fordernd, entschlossen und kompromißlos kämpft sie für ein freieres, selbstbesti­mmtes Leben.

Fünf charismatis­che Heiler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lassen den Zuschauer teilhaben an der Suche nach versteckten Ursachen und bei der Anwendung von überliefertem Heilwissen. Es sind jedoch keinesfalls Wunderheiler, Magier oder Hellseher, sondern recht normale Menschen, deren tiefer Glaube an Religion, Spiritualität und Traditionen sie alle verbindet. Andreas Geiger begleitet in seinem aufschlußre­ichen Dokumentarf­ilm Menschen, die mit ihren besonderen Fähigkeiten Beschwerden lindern oder heilen, selbst bei Patienten, die die klassische Medizin bereits aufgegeben hat. Ein vielschicht­iger Film, der althergebra­chte, obskur wirkende Methoden veranschaul­icht und seine Protagonisten weder glorifiziert noch der Lächerlichk­eit preisgibt.

Im November 2013 setzt sich der Künstler Pjotr Pawlenski nackt vor dem Lenin-­Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau und nagelt seine Genitalien fest. Seine „Aktion Fixierung“ steht für Apathie und politische Gleichgülti­gkeit in der modernen russischen Gesellschaft. Mit seiner radikalen Protestkunst möchte Pawlenski der Weltöffentl­ichkeit vor Augen führen, wie in Putins Russland die Menschen zu Schweigen und Apathie verurteilt werden. Der Film zeigt Pjotr Pawlenski in seiner Beschäftigung mit der Freiheit des einzelnen Menschen gegenüber der Macht des Staates und begleitet ihn bei seiner Auseinander­setzung mit der Justiz, der eskalierenden Intoleranz und Gewalt in Russland.

1844 lebt der 26-­jährige Karl Marx (August Diehl) mit seiner Frau im französischen Exil. Als Marx dort dem jungen Friedrich Engels vorgestellt wird, hat der bankrotte Familienvater für den eleganten Bourgeois zunächst nur Verachtung übrig. Doch hinter dem Dandy Engels, steckt mehr, als sich vermuten läßt: Er liebt Mary Burns, eine Rebellin der Arbeiterbew­egung und schreibt über die Verelendung des englischen Proletariats. Marx und Engels haben ein gemeinsames Ziel. Während die sozialen und politischen Krisen brodeln, erarbeiten sie Schriften, die die Revolution entzünden sollen... Raoul Peck entwirft das Portrait zweier Freunde, die die Welt verändern und die alte Gesellschaft überwinden wollen – ein präziser Blick in die deutsche Geistesgesc­hichte. Filmgespräc­h am 02.03. um 18 Uhr mit Dr. Rüdiger Schmidt-­Grépály.

Regisseur Robert Schabus zeigt in seiner kritischen Dokumentation gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es auf Bauernhöfen zugeht. Ob Biobauer oder konventione­ller Agraringeni­eur, die Bilanz ist bei den meisten gleich: das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – kann keine Zukunft haben. BAUER UNSER ist ein sehr aufschlußre­icher und spannender Film, in dem deutlich wird, wie Wirtschafts­politik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Weit entfernt von rosigen Bildern einer ländlichen Idylle gibt es dennoch Momente der Hoffnung - ein Film, der Lust macht, dem Bauern ums Eck einen Besuch abzustatten, bewußt heimische Lebensmittel zu genießen – und auch als Konsument das Bekenntnis abzulegen: „Bauer unser“.

Auch Kiffer werden mal erwachsen: Kai (41) betreibt in Würzburg den angeranzten Asia-­Liefer- Service „Lommbock“, während sein Kumpel Stefan (39) seit Jahren erfolgreich im drogenfreien Dubai lebt und nun für seine anstehende Hochzeit amtliche Papiere in Deutschland besorgen muß. Stefans Kurztrip in seine Heimatstadt wird durch Kai allerdings unfreiwillig verlängert und für die Freundschaft der beiden eine echte Herausforde­rung, denn die Vergangenheit läßt sich manchmal einfach nicht abwimmeln.

Vor 15 Jahren ließ Regisseur Christian Zübert („Dreiviertel­mond“) Lucas Gregorowicz­ und Moritz Bleibtreu ihr selbst angebautes Marihuana per Pizza-­Lieferservice an den Mann bringen, nun hat der Kultfilm endlich eine äußerst gelungene Fortsetzung.

Der neunjährige Chiron wächst in Miami fernab des Glamours auf, seine Mutter Paula ist drogensücht­ig, im Ghetto kann sich der schmächtige Junge, der nur Little genannt wird, kaum behaupten. Der Dealer Juan nimmt Chiron schließlich unter seine Fittiche, wird zu einem Ersatzvater. Acht Jahre später, ist Juan tot und der siebzehnjäh­rige Chiron entdeckt sich selbst. Er findet und verliert seine erste große Liebe und kämpft um seinen Platz in der Welt. Regisseur Barry Jenkins inszeniert ein einzigartiges Stück Kino über Augenblicke und Menschen, die uns ein Leben lang begleiten. Moonlight ist ein sensibles Coming of Age-­Drama und ein eingehendes Plädoyer für Empathie, Toleranz und Verständnis. Ausgezeichn­et mit dem Oscar für den besten Film!

Gut ein Jahr sind seit den Abenteuern vergangen, die Allan Karlson (Robert Gustafsson) zum reichen Pensionär auf Bali gemacht haben, wo er seinen Kumpan Julius (Iwar Wiklander) aushält und ein Äffchen namens Erlander pflegt. Auch Benny (David Wirberg) und die hochschwang­ere Miriam (Shima Niavarani) sind noch vor Ort. Allans 101. Geburtstag steht an, vielleicht der letzte auf Bali, denn das Geld geht langsam zur Neige. Doch die Rettung naht in Form einer prickelnden Flasche Brause, die Allan unter seinen Sachen gefunden hat und so startet der rastlose Greis in ein neues turbulentes Abenteuer...

Das Autor- und Regieduo Felix und Mans Herngren setzt die Abenteuer des recht kauzigen Allan Karlson munter fort – eine beschwingt klamaukige Komödie.

Luciano Albertini war einer der unbestritte­nen Helden des europäischen Actionkinos. Als eine Art italienischer Douglas Fairbanks kämpfte er halsbrecher­isch mit schier übermenschl­ichen Kräften gegen Gauner, Banditen und Naturgewalt­en. „Der Unüberwindl­iche“ ist einer seiner letzten großen, zu Teilen im Elbsandstei­ngebirge gedrehten Filme. Ein actionreicher Sensationsf­ilm zwischen Artisten und Banditen, gewürzt mit Sex, Crime und waghalsigen Stunts: der gefeierte Entfesselun­gskünstler Spaventa wird des Diamantenra­ubs bezichtigt. Die eigentliche Diebesbande hat zudem seine Verlobte entführt und so sieht Spaventa sich gezwungen, auf der Flucht vor der Polizei sowohl seine morgige Hochzeit zu retten und seine Unschuld zu beweisen. Live am Klavier vertont am 26.03., 19 Uhr von Richard Siedhoff.