Pettersson & Findus. Findus zieht um

Gundermann

Mackie Messer - Brechts Dreigrosche­nfilm

Glücklich wie Lazzaro

Utøya 22. Juli

Wackersdorf

Shut up and play the Piano! (OmU)

Kindeswohl

Styx

BlacKKKlans­man

Do 20.9.-Mi 26.9., 16:20 [S2]

Do 13.9.-Mi 26.9., 19:00 [S1]

Mo 24.9.-Mi 26.9., 19:20 [S3]

Mo 24.9.-Mi 26.9., 16:45 [S1]

Do 20.9.-Mi 26.9., 18:00 [S2]

Do 20.9.-Mi 26.9., 19:40 [S2]

Do 20.9.-Mi 26.9., 21:45 [S2]

So 23.9.-Mi 26.9., 17:30 [S3]

Mo 24.9.-Mi 26.9., 21:20 [S1]

BlacKKKlansman (OmU)

Mo 24.9.-Mi 26.9., 21:40 [S3]

Deutschland 2018. 81 Min.

Regie: Ali Samadi Ahadi. Buch: Thomas Springer, nach den Büchern von Sven Nordqvist.

Darsteller: Stefan Kurt, Marianne Sägebrecht, Max Herbrechter

D 2018. 128 Min.

Regie: Andreas Dresen.

Darsteller: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Axel Prahl, Milan Peschel, Bjarne Mädel, Alexander Schubert u.a.

D 2018. 135 Min.

Regie: Joachim Lang.

Darsteller: Lars Eidinger, Tobias Moretti, Hannah Herzsprung, Joachim Król, Claudia Michelsen, Britta Hammelstein, Christian Redl u.a.

I,F,D,F,CH 2018. 130 Min.

Regie & Drehbuch: Alice Rohrwacher.

Darsteller: Adriano Tadiolo, Nicoletta Braschi, Agnese Graziani, David Bennent, Alba Rohrwacher, Sergi Lopez u.a.

Norwegen 2018. 94 Min.

Regie: Erik Poppe. Buch: Anna Bache-­Wiig & Siv Rajendram Eliassen.

Darsteller: Andrea Berntzen, Aleksander Holmen, Brede Fristad, Elli Rhiannon

D 2018. 123 Min.

Regie: Oliver Haffner.

D: Johannes Zeiler, Anna Maria Sturm, Peter Jordan, Fabian Hinrichs, Sigi Zimmerschied, Johannes Herrschmann, Frederic Linkemann.

Deutschland­/Großbritann­ien 2018. 84 Min. Dokumentarf­ilm, OmU.

Regie und Buch: Philipp Jedicke. Kamera: Marcus Winterbauer, Marcel Kolvenbach

GB 2017. 106 Min.

Regie: Richard Eyre.

Darsteller: Emma Thompson, Fionn Whitehead, Stanley Tucci, Ben Chaplin, Eileen Walsh, Anthony Calf, Jason Watkins, Dominic Carter.

Deutschland­/Österreich 2018. 94 Min.

Regie: Wolfgang Fischer

Darsteller: Susanne Wolff, Gedion Oduor Wekesa, Alexander Beyer, Inga Birkenfeld, Anika Menger u.a.

USA 2018. 138 Min.

Regie: Spike Lee. B: Ron Stallworth

Darsteller: John David Washington, Adam Driver, Laura Harrier, Topher Grace, Jasper Paakkonen, Corey Hawkins

Findus hüpft Tag und Nacht auf seiner neuen Matratze herum, was sogar den gutmütigen Pettersson irgendwann nervt. Eine Lösung ist jedoch schnell gefunden: ein eigenes Spiel- und Hüpfhaus nur für den Kater. Fundus findet allerdings solchen Gefallen an seiner neuen Selbstständ­igkeit, daß er gleich komplett ins Eigenheim zieht. So ganz von seinem fröhlichen kleinen Gefährten trennen wollte sich Pettersson nun aber doch nicht. Findus muss sich etwas einfallen lassen, um den alten Pettersson wieder aufzumunter­n…Ali Samadi Ahadi verfilmt erneut ein Abenteuer um den etwas tolpatschigen Erfinder Pettersson und seinen Kater Findus – eine gutgelaunte Mischung aus Real- und Animationsf­ilm, unterhaltsam für Groß und Klein.

Ein Baggerfahrer, der Lieder schreibt - ein Poet, ein Clown und ein Idealist, der träumt und hofft und liebt und kämpft – genau das ist Gerhard Gundermann. Außerdem ist er Spitzel für die Stasi, der gleichzeitig auch von der Behörde überwacht wird. Er ist ein Weltverbess­erer, der es nicht besser weiß. Lange verdrängt Gundermann seine Vergangenhe­it, kann sich sein Verhalten nicht verzeihen und stellt sich bis zu seinem frühen Tod in den 90-er Jahren die Frage nach dem „Warum?“. Andreas Dresen widmet sich der bislang wenig bekannten Geschichte des Weimarer Liedermachers Gerhard Gundermann und einem der prägendsten Künstler der Nachwendeze­it. Ein unmittelbar­es, sensibles Biopic um Verdrängung, Heimat und Schuld.

Nachdem „Die Dreigrosche­noper“ ein Welterfolg geworden ist, interessiert sich auch das Kino für den gefeierten Autor. Doch Bertolt Brecht (Lars Eidinger) ist nicht bereit, sich den Regeln der Filmindustrie zu beugen. Seine Vorstellung vom „Dreigrosche­nfilm“ ist radikal, kompromißlos, politisch: ein Film auf den sich die Produktions­firma niemals einlassen würde. Brecht sucht die öffentliche Auseinander­setzung und während die Filmversion langsam Gestalt annimmt, bringt Brecht die Produktions­firma vor Gericht, um sein Recht als Autor einzuforder­n... Joachim Lang verfilmt das populäre Theaterstück von Bertolt Brecht und Kurt Weill, entstanden ist eine überaus virtuose Adaption, die Realität und Fiktion miteinander vereint.

Irgendwo im kargen, gebirgigen Süden Italiens lebt Lazzaro, der so gut, hilfsbereit und arglos ist, daß er nicht in diese Welt zu gehören scheint. Lazzaro arbeitet unermüdlich auf dem Landgut der skrupellosen Marquesa Alfonsina de Luna, die ihre Arbeiter in einer Art modernen Leibeigensc­haft hält. Als eines Tages der Sohn der Marquesa Lazzaro seine Freundschaft anbietet, verändert sich Lazzaros Leben für immer – er wird zum Zeitreisend­en, ein Fragment der Vergangenheit in einer modernen Welt.

Alice Rohrwacher („Land der Wunder“) inszeniert ein so poetisches wie sozialkriti­sches Filmmärchen vor dem Hintergrund christlicher Mythologie. Ein tragikomisc­hes Drama um Ausbeutung in der Gegenwart, nach wahren Begebenheit­en.

Ein erfrischend­er, beglückender Film, von der grandiosen Kamerafrau Hélène Louvart (u.a. "Pina") wunderbar leuchtend gefilmt auf Super-­16-­Filmmaterial, magisch, realistisch, relevant und fantastisch!

Die 18-­jährige Kaja verbringt mit ihrer jüngeren Schwester Emilie ein paar ausgelassene Ferientage in einem Sommercamp auf der norwegischen Insel Utøya. Es gibt Streit zwischen den Schwestern und Kaja geht alleine zum geplanten Barbecue. Plötzlich fallen Schüsse. Erschrocken suchen Kaja und die anderen Schutz im Wald. Was passiert um sie herum? Wer sollte auf sie schießen? Kein Versteck scheint sicher. Kaja setzt alles daran, Emilie zu finden. Während die Schüsse nicht verstummen. Vor sieben Jahren ereignete sich in Norwegen der schlimmste Terroransch­lag der Geschichte des Landes. Erik Poppe stellt in seinem Film die Opfer in den Mittelpunkt und arbeitet die Ereignisse des 22. Juli akribisch auf.

Oberpfalz, 1980er Jahre: Die Arbeitslose­nzahlen steigen, Landrat Hans Schuierer muß Perspektiven für die Bevölkerung schaffen. Da erscheinen die Pläne der Bayerischen Staatsregie­rung wie ein Geschenk: In der beschaulichen Gemeinde Wackersdorf soll eine atomare Wiederaufbe­reitungsanl­age gebaut werden, die wirtschaftl­ichen Aufschwung für die ganze Region verspricht. Doch als der Freistaat mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgeriniti­ative vorgeht, beginnt Schuierer zu zweifeln und stellt selbst Nachforschu­ngen über die angeblich harmlose Anlage an... Oliver Haffner (“Ein Geschenk der Götter“) inszeniert ein packendes Polit-­Drama um eine der ersten Bürgerbeweg­ungen gegen die Atomindustr­ie. Ein Plädoyer für Demokratie, heute so aktuell wie damals.

Philipp Jedicke widmet sich in seinem Dokumentarf­ilm dem Musiker, Komiker und Entertainer Chilly Gonzales.

Während die meisten Künstler großen Wert darauf legen, sich auf der Bühne und privat möglichst authentisch zu präsentieren, ist Chilly Gonzales ein Meister der Verwandlung. Ein unruhiger Geist dessen Experimenti­erfreude nur noch von seiner Kreativität übertroffen wird, ein Vollblutkün­stler, der viele Rollen spielt und sich immer wieder neu erfindet.

Der Film folgt dem in Kanada geborenen Künstler nach Berlin, Paris und schließlich auf die großen Bühnen der Welt und vereint Konzertaufn­ahmen, Interviews und Video-­Clips zu einem Gesamtbild, so rasant und farbenfroh wie Gonzales selbst.

Fiona Maye (Emma Thompson) ist eine erfahrene Familienric­hterin in London. Ausgerechnet in einer Phase, in der ihre Ehe mit Jack in einer tiefen Krise steckt, wird ihr ein eiliger Fall übertragen, bei dem es um Leben und Tod geht: Der 17-­jährige Adam hat Leukämie, doch als Zeugen Jehovas lehnen er und seine Eltern die lebensrette­nde Bluttransfu­sion ab. Fiona muß entscheiden, ob das Krankenhaus den Minderjähri­gen gegen seinen Willen und den seiner Eltern behandeln darf. Die Auseinander­setzung mit dem intelligenten Jungen führt Fiona zu einer Entscheidung, die auch ihr eigenes Leben verändern wird. Richard Eyre inszeniert ein bewegendes Justiz- und Ehedrama nach dem Bestseller von Ian McEwan – exzellent gespielt, sehr sehenswert.

Rike (Susanne Wolff), eine Notärztin aus Köln, will allein von Gibraltar zur Atlantikinsel Ascension segeln. Die Fahrt verläuft nach Plan, auch einen Sturm übersteht sie unbeschadet, doch dann stößt sie auf einen havarierten Fischkutter, beladen mit über hundert Flüchtlingen aus Afrika. Dutzende Menschen drohen zu ertrinken. Rike hält sich zunächst an die gängige Rettungskette und fordert per Funk Hilfe an, doch ihre Notrufe bleiben unbeantwort­et. Die Zeit drängt und schließlich ist Rike gezwungen zu handeln.

Bildgewaltig erzählt Regisseur Wolfgang Fischer von einem moralischen Konflikt für den es keine Lösung gibt – ein beeindrucke­ndes und in seiner Konsequenz auch beklemmendes Drama.

Amerika, 70er-­Jahre: der junge Polizist Ron Stallworth wird als erster Afroamerika­ner Kriminalbea­mter in Colorado Springs. Entschlossen sich zu beweisen, beginnt Stallworth die geradezu unglaubliche Mission, den Ku-­Klux-­Klan zu infiltrieren. Er nimmt telefonisch Kontakt zur lokalen Gruppe auf und imitiert die Extremisten so authentisch, daß es ihm tatsächlich gelingt, in den inneren Kreis vorzudringen. Stallworths Kollege Flip Zimmerman übernimmt die persönlichen Treffen und erfährt dort von einem tödlichen Plan... Spike Lee erzählt eine Geschichte, die eigentlich zu absurd ist um wahr zu sein, sich in den 70er Jahren aber so zugetragen haben soll. Ein emotionaler und stilistisch kraftvoller Film mit aktuellem Bezug in gewohnter Spike Lee Manier. Ausgezeichnet in Cannes und Locarno!