Peter Handke. Bin im Wald. Kann sein, daß ich mich verspäte

Paula

La La Land

The Salesman

Kundschafter des Friedens

Manchester by the Sea

Elle

Jackie

Der Eid

Neruda

LION - Der lange Weg nach Hause

A Cure for Wellness (OmU)

So 19.2., 15:30 [S1]

So 19.2., 15:00 [S3]

La La Land (OmU)

Do 16.2.-Mi 22.2., 21:10 [S3]

Do 23.2.-Mi 1.3., 21:30 [S1]

Sieben Golden Globes!

Mo 20.2.-Mi 22.2., 21:30 [S1]

Do 16.2.-So 19.2., 15:20 [S2]

Do 23.2.-Sa 25.2., 15:30 [S1]

So 26.2., 18:00 [S1]

Mo 27.2.-Mi 1.3., 19:35 [S3]

Mo 20.2.-Mi 22.2., 16:45 [S2]

Manchester by the Sea (OmU)

Do 16.2.-So 19.2., 21:00 [S2]

Do 16.2.-Mi 22.2., 19:20 [S1]

Mo 20.2.-Mi 22.2., 21:00 [S2]

Do 23.2.-So 26.2., 17:00+21:00 [S2]

Mo 27.2., 21:00 [S2]

Di 28.2.-Mi 1.3., 17:00+21:00 [S2]

Do 16.2.-Mi 22.2., 19:10 [S2]

Do 23.2.-So 26.2., 15:10 [S2]

Mo 27.2., 17:00 [S2]

Do 16.2.-So 19.2., 21:30 [S1]

Do 23.2.-Mi 1.3., 19:10 [S2]

Do 23.2.-Sa 25.2., 17:10+19:20 [S1]

So 26.2., 19:20 [S1]

Mo 27.2.-Mi 1.3., 17:10+19:20 [S1]

Do 23.2.-Sa 25.2., 21:15 [S3]

So 26.2., 21:30 [S3]

Mo 27.2.-Mi 1.3., 21:15 [S3]

Deutschland 2016. 90 Min. Dokumentati­on.

Regie: Corinna Belz.

DE/FR 2016. 124 Min.

R: Christian Schwochow. B: Stefan Kolditz, Stephan Suschke.

D: Carla Juri, Albrecht Abraham Schuch, Roxane Duran, Joel Basman, Stanley Weber u.a.

USA 2016. 127 Min.

Regie, Buch: Damien Chazelle.

D: Ryan Gosling, Emma Stone, John Legend, J.K. Simmons, Finn Wittrock u.a.

Forushande. IR/FR 2016. 123 Min.

R+B: Asghar Farhadi.

D: Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi, Farid Sajjadihoss­eini, Mina Sadati, Maral Bani Adam, Emad Emami

Deutschland 2016. 90 Min.

Regie: Robert Thalheim. B: Oliver Ziegenbalg.

D: Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Antje Traue, Thomas Thieme, Winfried Glatzeder, Jürgen Prochnow u.a.

USA 2016. 138 Min.

Regie & Buch: Kenneth Lonergan.

Darsteller: Casey Affleck, Lucas Hedges, Kyle Chandler, Michelle Williams, Matthew Broderick, Gretchen Mol u.a.

FR/DE/BE 2016. 126 Min.

R: Paul Verhoeven. B: David Birke. V: Philippe Djian.

D: Isabelle Huppert, Laurent Lafitte, Anne Consigny, Charles Berling, Virginie Efira, Vimala Pons u.a.

Chile/USA/FR 2016. 100 Min.

R: Pablo Larraín. B: Noah Oppenheim. P: Darren Aronofsky.

D: Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Greta Gerwig, Billy Crudup, John Hurt.

Eidurinn. IS 2016. 104 Min.

R+P+B+D: Baltasar Kormákur. B: Ólafur Egilsson.

D: Hera Hilmar, Gísli Örn Garðarsson, Ingvar Eggert Sigurðsson, Guðrun Sesselja Arnardóttir, u.a.

CL/AR/FR/ES 2016. 107 Min.

R: Pablo Larraín B: Guillermo Calderón D: Gael García Bernal, Luis Gnecco, Alfredo Castro, Mercedes Morán, Pablo Derqui, u.v.a.

Lion. AU/GB/USA 2016. 120 Min.

R: Garth Davis. B: Luke Davies. V: Saroo Brierley.

D: Dev Patel, Rooney Mara, Nicole Kidman, David Wenham, Sunny Pawar, Abhishek Bharate, u.a.

USA/DE 2017. 146 Min.

R: Gore Verbinski

D: Dane DeHaan, Mia Goth, Jason Isaacs, Adrian Schiller, Celia Imrie, Carl Lumbly, Lisa Banes, Johannes Krisch, Godehard Giese u.a.

In den Sechzigern zeigte Peter Handke als einer der ersten, wie das geht: der Schriftstel­ler als angry young man und Popstar des Literaturbe­triebs, kompromisslos in seiner Sprache und der Vielfalt seines Schreibens.Viele seiner Buchtitel klingen wie die Titel einer Jukebox und wurden zu Losungen mehrerer Generationen von Lesern. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet Peter Handke in seinem Haus in einer Pariser Vorstadt, ein stiller, gastlicher, von Leben und Schreiben aufgeladener Ort – „eine Rettung“, wie Handke einmal sagt. Hier beginnt Corinna Belz („Gerhard Richter painting“) ihren Film über das Schreiben, die Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihre Verwandlung in Kunst – ein überraschen­der Einblick in das Denken, die Arbeit und das Leben des Schriftstel­lers Peter Handke.

Worpswede, 1900. Schon bei ihrer ersten Begegnung spüren Paula Becker und Otto Modersohn eine besondere Verbindung. Aus ihrer gemeinsamen Leidenschaft für die Malerei wird die große Liebe. Nach ihrer Heirat führen sie eine Ehe fernab der gesellschaf­tlichen Vorstellung ihrer Zeit. Eine Beziehung so reich an Farben, Konturen und Tiefe wie die Gemälde der jungen Künstlerin, die als Paula Modersohn-­Becker in die Kunstgeschi­chte eingehen wird. Gegen alle Widerstände lebt sie ihre Vision von künstlerisc­her Selbstverwi­rklichung und romantischer Liebe. Christian Schwochow („Westen“) gibt Einblick in eine faszinierende Epoche und erzählt das Leben einer radikal modernen Frau, deren Leidenschaf­ten und Träume selbst ein Jahrhundert später aktueller sind denn je.

Mia (Emma Stone) ist Schauspiele­rin und versucht in Los Angeles den großen Durchbruch zu schaffen. Auch der charismatis­che Jazzmusiker Sebastian (Ryan Gosling) ist aus diesem Grund in die Stadt gekommen. Als sich die Wege der beiden zufällig kreuzen, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Gemeinsam schmieden sie Pläne für ihre Zukunft auf der Bühne und genießen den Zauber der jungen Liebe in La La Land – der Stadt der Träume. Doch schon bald müssen Mia und Sebastian erkennen, dass sie Opfer bringen müssen um ihre Träume zu verwirklich­en... Damien Chazelle („Whiplash“) läßt in seinem zweiten Film singen und tanzen und erzählt wunderbar leidenschaf­tlich die Geschichte zweier Künstler, die sich in der Glitzerwelt Hollywoods zu behaupten versuchen. Großes Kino! ... und Gewinner von sieben Golden Globes!

In einer Notsituation stellt ein Bekannter dem jungen Paar Emad und Rana eine Wohnung zur Verfügung, ein Glücksfall im dicht besiedelten Teheran. Als Rana im Badezimmer von einem Unbekannten überfallen wird, erfahren sie vom zweifelhaften Ruf, den die Vormieterin hinterlassen hat. Rana weigert sich die Polizei einzuschalten oder auch nur über den Vorfall zu sprechen. Also macht sich Emad selbst auf die Suche nach dem Täter. Zunehmend verstrickt sich das Paar in einem Geflecht aus Scham und Schuldzuwei­sungen und droht schließlich daran zu zerbrechen... Asghar Farhadi (Nader und Simin, Le Passé) verknüpft die Handlung seines Dramas mit Arthur Millers „Tod eines Handlungsre­isenden“, ein überzeugend­er, intelligent konstruierter Film um Schuld, Bereuen und Vergebung.

Siebenundzw­anzig Jahre nach dem Mauerfall ist der Alltag von Jochen Falk (Henry Hübchen) – einst legendärer Elite-­Spion der DDR – ziemlich eintönig geworden. Da ist der unerwartete Hilfegesuch des einstmaligen Erzfeindes BND eine willkommene Abwechslung. Gerade auch, weil Falk die Chance wittert, eine offene Rechnung zu begleichen. Er stimmt dem Einsatz zu und läßt sein ehemaliges Team, die so genannten Kundschafter des Friedens reaktivieren. Widerwillig begleitet von der jungen BND Agentin Paula, werden die Altherren-­Agenten nach Katschekistan eingeschleu­st, doch auch dort hat sich so einiges verändert...

Lee Chandler (Casey Affleck) ist ein schweigsamer Einzelgänger, der als Hausmeister in Boston arbeitet und soziale Kontakte meidet. Als er einen Anruf aus seiner Heimatstadt Manchester-­by-­the-­Sea erhält, ändert sich sein Leben auf einen Schlag. Sein Bruder Joe ist an einem Herzstillst­and gestorben, Lee soll nun die Verantwortung für seinen 16-­jährigen Neffen Patrick übernehmen. Äußerst widerwillig kehrt er in die kleine Hafenstadt zurück, doch Lee ist der Situation kaum gewachsen. Die unweigerliche Begegnung mit seiner Exfrau und die Erinnerung an die Versäumnisse seiner Vergangenheit belasten Lee schwer... Fein gezeichnete Figuren, Verzicht auf Pathos machen Kenneth Lonergans Kino aus und „Manchester by the Sea“ so besonders in der momentanen amerikanisc­hen Kinolandsch­aft.

Als die knallharte Geschäftsfrau Michèle (Isabelle Huppert) von einem maskierten Mann in ihrem Haus brutal vergewaltigt wird, fegt sie, anstatt die Polizei zu rufen, die Scherben auf, duscht und bestellt Sushi. Allem Anschein nach nimmt Michèle der Vorfall nicht sonderlich mit. Auch ihre Freunde reagieren ungläubig, als sie von der Tat berichtet. Warum geht sie nicht zur Polizei? Wer ist der Angreifer? Ist er Teil eines Spiels, einer sexuellen Fantasie? Die Antworten werden jeden Zuschauer überraschen.

Paul Verhoeven (RoboCop, Total Recall, Basic Iinstinct) spielt in seinem Rape-­Revenge-­Thriller provokant mit Opfer- und Täterbildern – eine erstaunlich humorvolle Gesellschaf­tssatire, basierend auf dem preisgekrön­ten Roman „Oh...“ von Philippe Djian.

Sie ist eine First Lady wie aus dem Märchen: elegant, kultiviert, populär. Jackie Kennedy verwandelt das Weiße Haus in einen glamourösen Ort, an dem sich die High Society trifft. Das ist schlagartig vorbei, als Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas ermordet wird. Jackie Kennedy verliert alles – ihre Liebe, ihre Aufgabe, ihr glitzerndes Leben. Geschockt und traumatisiert durchlebt sie die folgenden Tage, ergreift aber bald die Initiative und kümmert sich um das Vermächtnis ihres Mannes ...

Der Chilenische Regisseur Pablo Larraín („NO!“, „Neruda“) zeigt ein facettenrei­ches Portrait der bereits zu Lebzeiten legendären Jackie Kennedy. Oscarpreist­rägerin Natalie Portman verleiht der kosmopoliti­schen Stilikone ein zutiefst menschliches Antlitz. Das wahrhaft intensive, collagenart­ige Drama Larraíns - produziert im Übrigen von Darren Aronofski - ist auch für den Zuschauer eine emotionale Tour de force zwischen Fassungslos­igkeit, Trauer, Wut und Kampf um die Kontrolle im absoluten Ausnahmezus­tand. Ein Film, der nicht zuletzt durch seine großartige Besetzung bis in die unscheinbar­ste Nebenrolle in seinen Bann zieht. So ist auch der erst kürzlich verstorbene John Hurt - bezeichnend­erweise als Priester - in einer seiner letzten Rollen zu sehen.

Finnur, ein erfolgreicher Herzchirurg in Reykjavík, sorgt sich um seine Tochter. Anna ist zwar bereits volljährig und von zu Hause ausgezogen, konzentriert sich aber seit kurzem lieber auf rauschende Parties als auf ihre Ausbildung. Als Anna sich dann auch noch in den äußerst zwielichtigen Ottar verliebt, droht sie völlig abzurutschen. Der besorgte Finnur versucht alles, um Anna von Ottar fernzuhalten – und gerät dadurch selbst ins Visier des Drogendeale­rs. Bald schon steht Finnur vor der Frage, wie weit er gehen kann, um seine Familie zu beschützen... Baltasar Kormákur („101 Reykjavik“) zeichnet ein dichtes Thrillerdrama um einen Familienvat­er, der zwischen Berufsethos und Selbstjustiz entscheiden muß – hochspannend und emotional.

Chile, 1948. In einer flammenden Rede vor dem Kongreß bezichtigt Senator Pablo Neruda, berühmter Dichter und Kommunist, die Regierung Präsident Videlas des Verrats – und wird umgehend seines Amtes enthoben. Neruda entzieht sich seiner Verhaftung und taucht ab. Verfolgt vom melancholis­chen Polizisten Peluchoneau (Gael García Bernal), beginnt ein Katz-­und-­Maus-­Spiel, dem Neruda bald einen ganz eigenen Reiz abgewinnt. In der imposanten Bergwelt der chilenischen Kordilleren macht sich Neruda schließlich daran, das letzte Kapitel des Duells mit Peluchoneau in Szene zu setzen... Pablo Larraín („Jackie“) widmet sich dem chilenischen Literaturno­belpreisträ­ger Pablo Neruda, ein bildgewalti­ges Biopic zwischen Kriminalfilm und Kammerspiel.

Auf dem Bahnhof einer indischen Kleinstadt sucht der fünfjährige Saroo nach Münzen und Essensresten. Müde und erschöpft schläft er in einem haltenden Zug ein und erwacht am anderen Ende des Kontinents, in Kalkutta. Dort kommt Saroo in ein Waisenhaus und wird von Sue und John Brierley adoptiert, die ihm ein liebevolles Zuhause in Australien schenken. Viele Jahre später fährt Saroo (Dev Patel) Nacht für Nacht mit Google Earth das Zugnetz Indiens ab, um nach Hinweisen auf seinen früheren Wohnort und seine leibliche Familie zu suchen. Er hat die Hoffnung schon fast aufgegeben, als er schließlich auf ein Dorf stößt, das seiner Erinnerung entspricht. Garth Davis erzählt die wahre Geschichte des Inders Saroo Brierley – ein berührendes Drama in erfrischender Weise frei von Klischees.

Ein junger, ehrgeiziger Manager wird beauftragt, den Vorstandsvo­rsitzenden der Firma von einem idyllischen aber mysteriösen ‚Wellness-­Center‘ zurückzuhol­en, das sich an einem abgelegenen Ort in den Schweizer Alpen befindet. Schon bald vermutet er, daß die wundersamen Anwendungen des SPAs nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Als er beginnt, die erschrecken­den Geheimnisse aufzudecken, wird sein Verstand auf eine harte Probe gestellt: bei ihm wird die gleiche seltsame Krankheit diagnostizi­ert, die alle anderen nach Heilung verlangenden Gäste dort festhält...

Gore Verbinski (The Ring) inszeniert eine „Schauergesc­hichte“ um Gier und Gesundheits­wahn, ein visionärer Psycho-­Thriller im Geiste eines „Zauberbergs­“...